Mein Lesejahr 2025

Booktalk Februar
Ich bin mal wieder Late to the Party, aber auch ich will euch mit diesem Beitrag die besten und lesenswertesten Bücher zeigen, die ich 2025 gelesen habe. Außerdem verrate ich euch, welche Ziele und Challenges ich mir für 2026 setze. Hier erfahrt ihr, wie viele Bücher ich 2025 gelesen habe, welche meine Highlights und Flops waren sowie welche Genres ich gelesen habe. Zudem empfehle ich euch Bücher, die deutlich mehr Beachtung verdienen, als sie bisher bekommen haben. Also bekommt ihr hier mein Lesejahr 2025 kompakt in einem großen Beitrag!
1. Wie viele Bücher ich 2025 gelesen habe
Für 2025 hatte ich mir vorgenommen, 25 Bücher zu lesen. Dieses Ziel habe ich streng genommen nur dann erreicht, wenn ich eine Lektüre aus der Uni mitzähle, die ich nicht rezensiert habe. Aber insgesamt 24 neue Rezensionen auf meinem Blog sind wirklich gut und ich kann trotzdem zufrieden sein. Insgesamt waren es über 10.800 Seiten und damit mehr als 2024, obwohl ich letztes Jahr mein Leseziel erreicht habe. Ich habe mir also mehr vorgenommen und mehr geschafft. Im Schnitt haben diese 24 Bücher eine Bewertung von 3,4 Federn erhalten und damit etwas weniger als im Vorjahr. Dazu gehören drei Reihen, neun Einzelbände sowie fünf einzelne Bände einer Reihe. Mit Grisha, Die Zwerge oder Das Reich der sieben Höfe habe ich insbesondere viel Fantasy gelesen, was ohnehin mein meist beliebtestes Genre ist. Trotzdem ist mir wichtig, mich beim Lesen nicht nur auf ein oder zwei Genres zu beschränken, sondern möglichst querbeet zu lesen und offen für Neues zu sein.
2. Welche Bücher 2025 meine Highlights waren
Dieses Jahr hatte ich zwei Highlights, was für mich aber normal ist. Ich bin bei der Vergabe der Federn wirklich streng und nur wenige Bücher erhalten bei mir die Bestnote. Eine Reihe, die mich sehr begeistern konnte, war Grisha von Leigh Bardugo. Die Trilogie wurde mit zwei weiteren Spin Offs ergänzt, die ich auch noch lesen möchte. Die Geschichte handelt von der 17-jährigen Alina Starkowa, die als Waisenkind in einem Heim in Kerazim im fiktiven Königreich Rawka aufwuchs. Alina entdeckt als junge Frau ihre magischen Fähigkeiten als Sonnenkriegerin, was sie plötzlich unverzichtbar für den Krieg macht. Sie wird hineingezogen in eine Welt aus Macht, Intrigen und Magie. Dabei muss sie erst lernen, nicht als Machtinstrument missbraucht zu werden. Insbesondere den ersten Band fand ich großartig, aber auch die Fortsetzungen waren sehr gut. Wenn ihr jugendliche High-Fantasy mit einer Prise Romance mögt, solltet ihr unbedingt Grisha lesen. Ich habe oft gehört, dass die Spin Offs noch besser sind, deswegen freue ich mich schon sehr auf Das Lied der Krähen und King of Scars.
Mein zweites Highlight dieses Jahr war „Carrie“ von Stephen King. Es ist Kings Debütroman, der die Geschichte der Titelfigur Carrie erzählt, einem 16-jährigen Mädchen, das 1979 in der US-amerikanischen Kleinstadt Chamberlain lebt. Sie ist Außenseiterin und entdeckt plötzlich ihre telekinetischen Kräfte, die sie nutzt, um sich an jahrelangem Mobbing zu rächen. „Carrie“ handelt von Ausgrenzung, religiösem Fanatismus, der widersprüchlichen gesellschaftlichen Frauenrolle und weiblicher Selbstermächtigung. Der außergewöhnlich gute fragmentarische Schreibstil konnte mich völlig fesseln, weshalb dieser Thriller eine absolute Empfehlung ist!
3. Welche Bücher mir 2025 nicht gut gefallen haben
2025 war tatsächlich kein einziges Buch dabei, das ich so schlecht fand, dass ich ihm nur eine Feder gegeben habe. Es gab jedoch sechs Bücher, die nur zwei Federn bekommen haben, da sie für meinen Geschmack eher unterdurchschnittlich waren. Darunter sind vor allem Thriller und Romantasy. Ich fürchte, Romantasy ist einfach nicht mein Genre. Besonders enttäuscht war ich 2025 von „Das Druidentor“ von Wolfgang Hohlbein. Der 1993 veröffentlichte Mysterythriller erzählt die Geschichte von übernatürlichen Ereignissen, die sich in und um einen Zugtunnel im Gebirge Gridone abspielen. Leider hatte ich eine ganz andere Erwartung an Plot und Schreibstil. Die Handlung wirkt mit ihren wilden Zeitsprüngen sehr willkürlich, während die Figuren zwar Potenzial haben, aber oft in Klischees verhaftet bleiben. Ich habe mich zu keiner Zeit gefesselt gefühlt und wie gut kann schon ein Thriller sein, der nie richtig spannend wird? Ähnlich ist es mir auch mit „Das Kind“ von Sebastian Fitzek ergangen. Von diesen beiden Thrillern würde ich euch eher abraten.
Die Reihe, die mich dieses Jahr am meisten enttäuscht hat, ist Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas. Insbesondere die ersten drei Bände waren für mich maximal mittelmäßig. Feyre ist eine nervige Protagonistin und auch mit Maas‘ Schreibstil werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr warm. Ich werde in Zukunft einfach weniger zu Romantasy greifen und mich weniger von dem verleiten lassen, was auf Bookstagram gerade beliebt ist. Denn ich habe gemerkt: Wenn Bettgeschichten wichtiger sind als kluges Worldbuilding, ist das nicht mehr meine Lektüre! Zuletzt war ich auch noch enttäuscht von „Midnightsong“ von Nica Stevens. Den Liebesroman habe ich ungefragt vom Verlag zugeschickt bekommen, und auch wenn ich mich über die Überraschung gefreut habe, ist das Buch absolut nicht mein Genre. Es wird als Rockstar-Romance vermarktet, ist aber eher eine weichgespülte Boyband-Fanfiction. Die Dialoge sind wahnsinnig klischeebeladen und Stevens hat sich nicht wirklich die Mühe gemacht, den Arbeitszyklus einer Band zu recherchieren. Die Geschichte ist ein wenig wie Trash-TV: nicht gut gemacht, aber in seiner Dämlichkeit doch wieder witzig. Kein Wunder also, dass der Verlag nicht daran festgehalten hat und das Buch dort nicht mehr erhältlich ist.
4. Sechs erwähnenswerte Bücher, die mir auch Spaß gemacht haben
Ich habe 2025 wieder viele großartige Bücher gelesen, die bloß wegen kleinerer Kritikpunkte nicht zu den Highlights gehören. Abgesehen von den zwei Bänden der Grisha-Reihe sowie dem ersten Band von Die Zwerge gibt es sechs Bücher, die ihr euch mal genauer ansehen solltet. Das erste ist „Wolkenschloss“ von Kerstin Gier. Es erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fanny Funke, die als Jahrespraktikantin in einem Schweizer Grandhotel arbeitet. Dort lernt sie Ben Montford kennen, den Sohn des Geschäftsführers, mit dem sie das große und geheimnisvolle Hotel erkundet. Doch dann wird der Oligarchengattin Smirnow ein Diamantring gestohlen und Fanny macht sich auf die Suche nach dem Dieb. Das Jugendbuch besticht mit einem prunkvollen und antiken Setting sowie einer zuckersüßen und charmanten Atmosphäre. Zwar werden am Ende für meinen Geschmack zu viele Fragen offen gelassen, aber Giers humorvoller Schreibstil macht Vieles wieder gut. Das zweite Buch, das ich empfehlen möchte, ist „Mein Freund Pax – Die Heimkehr“ von Sara Pennypacker. Es ist die herzerwärmende Fortsetzung von „Mein Freund Pax“, was für mich damals ein Jahreshighlight war. Das Jugendbuch handelt vom 13-jährigen Peter, dessen Vater im Krieg gefallen ist und der nun bei einer Frau namens Vola lebt. Gleichzeitig hat Peters ehemaliger Fuchs Pax in der Wildnis ein neues Zuhause gefunden und eine Familie gegründet. Auch wenn ich den ersten Band noch ein bisschen besser fand, ist Pennypackers Schreibstil wunderbar einfühlsam und poetisch. Lest aber unbedingt zuerst „Mein Freund Pax“!
Buch Nr. 3 ist „Das Schweigen der Lämmer“ von Thomas Harris. Es ist der dritte und bekannteste Band der Hannibal-Reihe. Protagonistin ist Clarice Starling, die noch in der Ausbildung zur FBI-Agentin ist und dabei helfen soll, dem Serienmörder Buffalo Bill das Handwerk zu legen. Dafür soll sie im Baltimore State Hospital mit Dr. Hannibal Lecter sprechen, dem wohl berühmtesten fiktiven Kannibalen der Welt. Obwohl ich „Hannibal Rising“ ganz gut und „Roter Drache“ nur mittelmäßig fand, konnte mich dieser Psychothriller wegen der gut ausgearbeiteten Figuren und der Thematisierung von Sexismus wirklich überzeugen. „Das Schweigen der Lämmer“ ist der beste Band der Reihe und ich würde empfehlen, nur diesen zu lesen, da man den Plot auch ohne die Vorgänger problemlos versteht. Weitere sehr gute Bücher, die ihr euch mal näher anschauen solltet, sind „Die Tribute von Panem X“ von Suzanne Collins, „Love & Gelato“ von Jenna Evans Welch sowie Anne Franks Tagebuch.
5. Meine Ziele für 2025
Für 2026 plane ich erneut, 25 Bücher zu lesen. Da ich mein Leseziel letztes Jahr streng genommen nicht erreicht habe, möchte ich einfach noch einmal versuchen, diese Zahl zu schaffen. Ich denke, es macht an dieser Stelle Sinn, Druck rauszunehmen anstatt mir für dieses Jahr noch mehr vorzunehmen. Lesen soll Spaß machen und mich nicht unnötig stressen. Außerdem möchte ich wieder bei der Jahreschallenge von @annalenas.library mitmachen, wobei jeden Monat ein Buch unter einem Motto gelesen werden muss. Das Motto für Januar lautete zum Beispiel: „Lies ein Buch, das dir jemand empfohlen hat.“ Dabei habe ich mich für „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig entschieden, was mir meine Tante empfohlen und ausgeliehen hatte. Ansonsten habe ich mir für 2026 auch wieder eine Fantasy-Reihe vorgenommen, nämlich Die Farben des Blutes von Victoria Aveyard. Die Reihe ist inzwischen schon etwas älter, soll aber wirklich gut sein. Der erste Band heißt „Die rote Königin“, den ich inzwischen schon beendet habe. Ansonsten lasse ich mich bei den Büchern überraschen und nehme mir den SuB nach Lust und Laune vor. Die einzige Neuerscheinung, auf die ich dieses Jahr ein besonderes Auge geworfen habe, ist „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig. Es ist nur indirekt eine Fortsetzung von „Die Mitternachtsbibliothek“, spielt aber bewusst auf den sehr erfolgreichen Roman an. Es erscheint am 21. Mai diesen Jahres auf Deutsch. Ich bin gespannt, ob dieses Buch mehr bietet als nur ein geistiger Nachfolger des Ruhms zu sein und ob es sich lohnt, es auf die Wunschliste zu setzen.
Welches Buch war 2025 euer absolutes Highlight? Und von welchem Buch wart ihr eher enttäuscht? Lasst mir gerne eure Antwort in den Kommentaren da!